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HILFE FÜR KRANKE KINDER - OPERATION FÜR MAXIM
Als er das Lineal aus dem Feuer herauszog, tropfte der schmelzende
Kunststoff auf seine Hose. Diese begann sofort zu brennen. Durch
sein Schreien alarmiert, kam seine Mutter herbeigeeilt. So schnell
es ging, erstickte sie die Flammen.
Maxim wurde in das Krankenhaus nach Swetlogorsk gebracht. Viele
Operationen musste er hier über sich ergehen lassen, leider ohne
Erfolg. Im April 2001 entließen ihn die weißrussischen Ärzte aus
dem Krankenhaus, weil sie keine Möglichkeiten hatten, dem Jungen
zu helfen. Über ein Jahr befand sich Maxim nicht in ärztlicher Behandlung,
als Inge Plum, während eines Aufenthaltes in unserer Partnergemeinde,
Maxim eher zufällig auffiel.
Maxim konnte sein Bein nicht mehr strecken. Humpelnd (aber trotzdem
flink) bewegte er sich vorwärts. Uns war sofort klar:
Hier müssen wir schnell helfen!
Nach der Rückkehr nahmen wir mit dem Aachener Universitätsklinikum
Kontakt auf. Herr Prof. Dr. Norbert Pallua und Herr Dr. Magnus Noah
sagten spontan ihre Unterstützung zu.
Dank der Unterstützung zahlreicher Aachener Bürger, konnte Maxim
am 30. September 2002 in der Klinik für Plastische Chirurgie im
Aachener Universitätsklinikum operiert werden.
Die Situation aus der Sicht von Herrn Dr. Noah:
"Maxim wurde uns vorgestellt mit einer Verbrennungskontraktur in
der Kniekehle. Es hatte sich aufgrund des Narbenzuges eine instabile
Narbe gebildet. Diese ist immer wieder aufgesprungen und hat mit
zunehmendem Wachstum, obwohl er körperlich eher 4-5 Jahre ist, zu
einem Zug des Unterschenkels an den Oberschenkel geführt. Kurz:
es war einfach zu wenig Haut dort, um das Bein zu strecken. In einer
Operation wurde zunächst die Narbe und all das chronisch entzündete
Gewebe in der Kniekehle entfernt. Nach Streckung des Beines gab
es einen Hautdefekt von 13 x 7 cm. Da Sehnen und Nerven frei lagen,
konnte nicht nur einfach Haut transplantiert werden, sondern musste
aufwendig mikrochirurgisch ein Haut/Faszienlappen vom Unterarm gehoben
werden. Dieser wurde in die Kniekehle transplantiert und die vormals
Armarterien und Venen, unter dem Mikroskop, an die Kniekehlengefäße
angeschlossen werden. Die Gefäße selbst waren nur 1,2 mm groß. Es
gelang die Durchblutung wiederherzustellen.
An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Spendern, Dolmetschern,
der Lufthansa, dem Team der Verbrennungschirurgie im Aachener Uniklinikum
und besonders bei Herrn Dr. Noah herzlich bedanken.
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