WELTBRÜCKE e.V. - Hilfe für Kinder in Not     
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DAS FAMILIENPROJEKT - HILFE FÜR KINDER IN ARMUT

 

Hier konnte die Weltbrücke e. V . bereits helfen

Martha Guiterrez und ihre Kinder Lorena (12), Yanina (7) und Brenda (3) waren völlig verzweifelt als sie im Dezember 2006 zum ersten Mal in das Büro unserer bolivianischen Sozialarbeiterin Sandra Oporto kamen. Frau Guiterrez hatte von einer Nachbarin erfahren, dass die Weltbrücke e. V.  Hilfe für Familien in extremer Armut anbietet. Sie vertraute sich der Sozialarbeiterin an, berichtete von ihrem Ehemann der nur unregelmäßig nach Hause kam und sie und ihre Kinder im alkoholisierten Zustand schlug. Er nahm das wenige Geld, dass Martha Guiterrez als Wäscherin verdient hatte und verschwand wieder. Frau Guiterrez war verzweifelt, wusste nicht, woher sie Geld nehmen sollte um Essen für die Kinder zu kaufen. Die Familie lebte in einer einfachen Unterkunft . Die "Häuser" sind einfache Bauten, nicht viel größer als eine Garage, als Dach dient oftmals ein Wellblech. In El Alto, auf 4 000 m Höhe, sinken die

Temperaturen im Winter empfindlich unter null Grad. Auch wenn die Ritzen noch so gründlich zugestopft sind, der Wind pfeift hinein, die Kälte ist im Winter kaum erträglich. Frau Guiterrez hatte Glück, ihre Bleibe hatte Strom, eine Glühbirne baumelte von der nackten Decke. Die Sozialarbeiterin der Weltbrücke e. V. stellte zunächst Geld für Lebensmittel zur Verfügung. Der kleinen Brenda wurde eine medizinische Behandlung ermöglicht, da sie immer wieder an Krampfanfällen litt.
Frau Guiterrez und Sandra Oporto machten sich auf der Suche nach einem neuen Zuhause, weit entfernt von dem gewalttätigen
 
  Familie Gutierrez vor ihrem Laden
Ehemann. Frau Guiterrez zeigte sich sehr motiviert ihre Lebenssituation mit der ihr angebotenen Hilfe zu verbessern. Bald war ein kleines, einfaches Haus mit zwei Räumen gefunden, das sie zu einem günstigen Preis mieten konnte. (In El Alto,das mit 1 Million Einwohner inzwischen
 
mit La Paz verschmolzen ist, leben die Armen. Es gibt keine Mietwohnungen, wie wir es hier aus Deutschland kennen. Die Straßen sind nicht befestigt, rechts und links säumen einfache eingeschossige, mit Wellblech abgedeckte Bauten die Straße, die über ein oder zwei Räume verfügen.)
Frau Guiterrez nutzt den hinteren Raum für sich und ihre Töchter zum wohnen, kochen und schlafen. In dem vorderen Raum hat sie mit Unterstützung der Weltbrücke e. V. einen kleinen Laden eingerichtet, in dem man die Dinge des täglichen Bedarfs einkaufen kann, u. a. Eier der Hühner die die Familie im Hof ihres kleinen Hauses hält.

Yanina (7) zeigt uns stolz ein kleines Küken

 
Frau Guiterrez war die erste der Projektteilnehmerinnen an die ein Microcredito (Kleinkredit) vergeben wurde. Der kleine Laden läuft gut. Inzwischen wirft er soviel Gewinn ab, dass sich Frau Guiterrez keine Gedanken mehr machen muss, was ihre Kinder heute essen. Im letzten Monat konnte sie bereits ihre erste kleine Rate zurückzahlen, worauf sie besonders stolz ist. Nach 18 Monaten Unterstützung durch die Weltbrücke e. V. sind Frau Guiterrez und ihre Kinder in der Lage ein Leben frei von Gewalt und in finanzieller Unabhängigkeit zu führen.
 
   
Telefonieren ist in dem kleinen Laden von Frau Guiterrez auch möglich.

Folgender Brief von Frau Guiterrez erreichte uns kürzlich:

“Meine Kinder und ich sind sehr gluecklich darueber, dass wir unsere finanzielle Situation verbessern konnten und vor allem darueber, dass es meiner Tochter Brenda gut geht und sie keine weiteren Anfaelle mehr hatte. Der Arzt meinte, Ausloeser fuer die Anfaelle sei vermutlich die mangelnde Ernaehrung und die Tatsache, dass ihr so oft betrunkener Vater sie schlug und sie dadurch sehr aengstigte.

Da uns dabei geholfen wurde die Miete fuer eine andere Wohnung zu bezahlen, leben wir heute in einer Wohnung, die sich weit von der meines Mannes entfernt befindet. So kann er uns nicht finden. Das ist wichtig, denn er ist Alkoholiker der Strasse und fuerchtet sich vor nichts.

Mit meinem Laden habe ich heute eine gute Arbeit, die sich sogar in meinem Haus befindet. So kann ich mich gleichzeitig um meine Kinder kuemmern. Fuer die Eroeffnung meines Geschaeftes wurde ich beim Kauf von Lebensmitteln, Getraenken und fast allem was ich verkaufe unterstuetzt.

 

Ich moechte mich fuer Ihre Hilfe bedanken. Niemals werde ich mich ausreichend dafuer bedanken koennen, was fuer mich getan wurde, in einem Augenblick als ich keine Lust mehr hatte zu leben. Ich wusste nicht was ich mit meinen Toechtern machen sollte, da wir nicht genug zu essen und Angst vor meinem Ehemann hatten. Er drohte mir damit, dass ihm niemand etwas tun koenne und ich glaubte ihm.

Frau Sandra brachte mich jedoch dazu ihn anzuzeigen und zeigte mir,
dass es Menschen gibt die mir helfen konnten.

Mit ihrer Volontaerin Charlotte besuchte sie mich, um mir Kraft zum Leben zu geben und um zu sehen wie es mir geht.

Vor allem sage ich Danke an die Menschen in Deutschland, an Frau Inge Plum, die mich besuchte und mir zeigte, dass es Personen gibt, die von weit her kommen, um uns kennenzulernen und uns zu helfen. Ich liebe Sie sehr und bitte Gott immer darum, dass es Ihnen gut geht. Danke."

Martha Guiterrez 

El Alto, Bolivien im August 2008


Hier stellen wir Ihnen eine weitere Familie vor, der die Weltbrücke e. V. helfen konnte.


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