WELTBRÜCKE e.V. - Hilfe für Kinder in Not     
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Gesundheit der Kinder 1997 - 2002

Weißrussland ist das am stärksten betroffene Land des atomaren GAUs von 1986 in Tschernobyl. Tschernobyl liegt in der Ukraine, 12 km südlich von der weißrussischen Grenze. Der Südwestwind trieb den größten Teil des radioaktiven Niederschlags nach Weißrussland. Viele Kinder im Süden Weißrusslands, leiden an Magen-Darm-Erkrankungen, Bronchial- oder Bluterkrankungen, Erkrankungen des Herzens sowie Diabetes. Bereits seit Jahren stellen Ärzte eine deutliche Schwächung des Immunsystems bei Kindern fest.

Essen in der Schule

Aufgrund der schlechten wirt- schaftlichen Lage, ist es vielen Eltern nicht möglich, ihre Kinder regelmäßig mit Essen zu ver- sorgen. Für viele Familien reicht das Geld nicht, um ausreichend Grundnahrungsmittel einzukaufen. Immer wieder erleiden Kinder in der Schule Schwächeanfälle.

 
Beatrix Göbbels vor der Schule in Wjashny

 
Zwei Jahre konnten wir, durch die Finanzierung einer ausgewogenen Mahlzeit in den Schulen, in diesem Bereich Hilfe leisten.

Alle 289 Schulkinder erhielten eine Mahlzeit, wodurch die gesunde Entwicklung gefördert wurde. Wir machten das Kartoffel-Kohl-Essen, das der Staat finanzierte, durch Fleisch, Fisch und Milchprodukte sowie Obst und Gemüse zu einer abwechslungsreichen und gesunden Mahlzeit. Zahlreiche Aachener Bürger hatten solch eine Patenschaft übernommen. Nur mit ihrer regelmäßigen Unterstützung war diese Aktion möglich. Diese Art der Unterstützung hatte sich als ausgesprochen positiv erwiesen.

 
Auf diese Weise stabilisierte sich der Gesundheitszustand vieler Kinder und keine Familie wurde benachteiligt. Monatlich haben wir das Geld für die Ernährung der Kinder angewiesen. Regelmäßig erhielten wir Speisepläne, aus denen wir ersehen können, wie das Geld eingesetzt wurde.


Brillen für Kinder

Den Menschen in der von uns betreuten Partnergemeinde Nikolaewka fehlt es am Nötigsten. Da, wo nicht ausreichend Geld für Lebensmittel vorhanden ist, können die Eltern die dringend benötigte Brille nicht bezahlen. Dank der freundlichen Unter- stützung von Frau Domickie-Drouve konnte wir, nachdem wir die Verordnung des weißrussischen Arztes per Fax erhalten hatten, für zahlreiche Kinder, eigens angefertigte Brillen mit nach Nikolaewka nehmen.
 
Michail hat seine erste Brille bekommen


Kindererholung in Weißrussland

Zu Beginn unserer Arbeit haben wir uns gegen die Erholung der Tschernobyl-Kinder hier in Deutschland entschieden. Wir konnten in Weißrussland ein Sanatorium finden, in dem die Kinder aus unseren Dörfern liebevoll aufgenommen wurden.

 


Das Kindersanatorium liegt in Tschirkovitschi, mitten im Wald. Jedes Kind wurde bei seiner Ankunft eingehend untersucht und es wurde ein individueller Behandlungsplan erstellt. 38 Ärzte und Therapeuten verschiedener Fachrichtungen kümmerten sich um das Wohl der kleinen Patienten. Die Kinder erhielten fünf ausgewogene Mahlzeiten pro Tag. Ein abwechslungsreiches Sport- und Freizeitangebot rundeten den Kuraufenthalt ab.

 
Die Sanatoriumsaufenthalte waren bei allen Kindern sehr beliebt. Im Klassenverband, gemeinsam mit der Klassenlehrerin, nahmen sie die Kur wahr. Sowohl die Eltern, als auch die Krankenschwestern unserer Partnergemeinde äußerten sich positiv über die Entwicklung des Gesundheits- zustands der Kinder.


 


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