MICRO CREDITOS
100 € reichen, um in der Millionenstadt La Paz und El Alto in Bolivien der Armut zu entfliehen. Es sind allein erziehende Mütter von vier, fünf und mehr Kindern, die in dort um das tägliche Überleben kämpfen. Sie werden für wenige Centavos als Wäscherinnen, Putzhilfen, im Straßenbau... ausgebeutet, ihr Verdienst reicht oftmals nicht für eine warme Mahlzeit.
Viele Frauen sind willig die Verantwortung für ihr Leben in die Hand zu nehmen und stecken voller Tatendrang. Die Möglichkeit, ihre Ideen in die Tat umzusetzen, scheitert an dem fehlenden Zugriff auf Finanzleistungen der Banken.
Mit dem Familienprojekt leistet die Weltbrücke e. V . in einem ersten Schritt Soforthilfe für die allein erziehendenden Mütter und ihre Kinder. Nach etwa einem Jahr, wenn mit finanzieller Unterstützung die Situation der Familie stabilisiert , ein menschenwürdiges Zuhause gefunden und der Ernährungs- und Gesundheitszustand der Kinder verbessert wurde, überlegt die Mutter gemeinsam mit unserer Sozialarbeiterin Sandra Oporto welche realistischen Möglichkeiten bestehen um selbstständig den Lebensunterhalt der Familie bestreiten zu können und damit nicht länger auf Unterstützung der Weltbrücke angewiesen zu sein.
Die Möglichkeiten sind vielfältig. 100 € reichen um einen kleinen Lebensmittelladen einzurichten, einen Imbissstand zu betreiben, Pullover zu stricken und zu verkaufen...
Das Geld wird den Frauen zinslos zur Verfügung gestellt. Ein Vertrag regelt die Rückzahlung des Darlehens, nimmt den Frauen aber nicht die Möglichkeit im Bedarfsfall die Reduzierung oder das Aussetzen der Darlehensrate zu beantragen. Die individuelle Begleitung der Frauen und Kinder auf ihrem Weg in eine bessere Zukunft liegt uns am Herzen.
Wir erleben die Frauen als zuverlässige Kreditnehmerinnen, die die ihnen gebotene Chance dankbar annehmen.
Hier konnte die Weltbrücke e. V. bereits helfen:
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ist sie stolze Inhaberin eines kleinen Lebensmittelladens mit dem sie den Lebensunterhalt für sich und ihre Kinder Lorena (12), Yanina (7) und Brenda (3) verdient. Doch Frau Gutierrez erinnert sich an andere Zeiten...
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Frau Mamani Gutierrez in ihrem
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"Ich habe es nicht für möglich gehalten, dass es Menschen gibt, die sich für mich interessieren", sagt Silvia Zarate Vargas.
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Nachdem sie Jahre von ihrem Mann misshandelt wurde, verließ dieser sie und Frau Zarate Vargas blieb mit drei kleinen Kindern zurück. Sie bat um ein Startkapital um am Ende einer Minibushaltestelle in El Alto Essen zu verkaufen. Zugegeben: für unsere Verhältnisse...
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Frau Zarate Vargas in ihrem Imbissstand |
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